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Donnerstag 25. Januar 2018

SVO – Königsfeier 2017


» Siegerfoto: SVO Königsfeier

SVO Jungschütze dominiert
Marco Falk seit vier Jahren in Folge ungeschlagen

Am vergangenen Samstag war es wieder soweit. Gleich zu Beginn des neuen Jahres stand der Höhepunkt im Kalenderjahr für die Hubertusschützinnen und -schützen aus Ottersweier auf dem Programm: die „Königs- und Hubertusfeier“. An diesem Abend wurden die Ergebnisse des Königsschießens und das streng gehütete Geheimnis der neuen Titelträger durch unseren Hauptschießleiter Stephan Faller bekanntgegeben.

Die Grußworte von Bürgermeister Jürgen Pfetzer überbrachte schon traditionell Bürgermeisterstellvertreter Dieter Kohler an diesem Abend. Wie schon im Vorfeld angekündigt, hat sich durch die Modernisierung der Luftdruck-Schießsport-Anlage eine Änderung im Schießmodus ergeben. So wurde der sportliche Wettkampf um die Hubertusscheibe bereits zum dritten Mal nach 2015 auf elektronischer Trefferanzeige ausgetragen. Alle weiteren Trophäen wurden weiterhin auf die klassischen Scheiben geschossen.

Im Mittelpunkt und zu Beginn der Ehrungen stand wie in jedem Jahr unsere Schützenjugend. Jugendleiter Dominik Metzinger und Jugendtrainer Matthias Löffler übernahmen an dieser Stelle das Programm. Löffler stellte fest, dass er aktuell auf eine sehr vielversprechende SVO Jugend blicken kann. An dieser positiven Entwicklung haben die optimalen Trainingsbedingungen bestimmt einen großen Anteil dazu beigetragen, führte er fort. Auch im Werben um jugendliche Schützen wurde der Schießsport attraktiver. Hierzu zählt auch die in den letzten Jahren stattfindende Modernisierung der Luftdruck-Schießsport-Anlage. Er stellte auch fest, dass aktuell der Wunsch da ist, auch den Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren den Schießsport mit der Anschaffung eines Lichtgewehrs näher zu bringen und zu begeistern. Anders als bei einem Luftgewehr gilt hier keine Altersbeschränkung, da lediglich mit einem Lichtpunkt statt einer Kugel die Trefferabgabe erfolgt.
 
Bei den Ehrungen standen die Ergebnisse der Jugendlichen denen der Erwachsenen nicht nach. Die Jugendscheibe ging hier mit einem 118 Teiler an Philipp Gärtner. Nur mit einem hauchdünnen Abstand von 20 Teilern landete Adrian Kopf mit einem sehr guten 138 Teiler auf dem zweiten Platz vor Lukas Schmiederer (456 Teiler) auf Platz drei.
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Bei den Jungschützen gab es nach dem Ausscheiden von Marco Falk aus der Jugendklasse einen neuen König. Marco, der zuvor dreimal in Folge den Titel des Jugendkönigs erfolgreich verteidigen konnte, startete in diesem Jahr zum ersten Mal in der Schützenklasse. Hier zeichnete sich schon die erste kleine Sensation an diesem Abend ab. Als jüngster Schütze setzte sich Lukas Schmiederer gegen seine Mitstreiter mit über 200 Teilern Vorsprung durch, und gewann mit einem 256 Teiler zum ersten Mal die begehrte Trophäe in der Jugendklasse. Ihm stehen zur Seite als erster Prinz: Marcelino Riehle (424 Teiler) und als zweiter Prinz Philipp Gärtner (478 Teiler).


 

Bei der Damenscheibe hatte die Pistolenschützin Theresia Scholz die Nase vorn, und sicherte sich die begehrte Scheibe mit einem sehr guten 78,3 Teiler. Platz zwei belegt die Vorjahresgewinnerin Anita Herrel (304 Teiler), Platz drei ging an Angelika Freihaut (479 Teiler).

Die Königsscheibe hat neben der Jugend- und Damenscheibe beim Königs- und Hubertusschießen einen besonderen Stellenwert. Diese Scheiben werden lediglich mit einem Schuss pro Schütze herausgeschossen. So ist es zwar sicherlich ein großer Vorteil für unsere aktive Schützinnen und Schützen, jedoch entscheidet am Ende auch das Quäntchen Glück mit, den richtigen Treffer zu landen. Die Königsscheibe sicherte sich, mit einem guten 215 Teiler, Matthias Löffler. Daniel Hechinger landete mit einem 258 Teiler auf dem zweiten Platz vor Jannik Kern mit einem 295 Teiler auf Platz drei.

Große Überraschungen gab es auch bei den Damen beim Schießen um den Titel der Schützenkönigin. Theresia Scholz, unsere einzige Pistolenschützin im Wettbewerb, wurde mit einem 742 Teiler, wie schon im Vorjahr, zweite Prinzessin. Leider verfehlte Angelika Freihaut nach dem letzten Jahr auch an diesem Abend nur knapp den Siegerplatz und landete mit einem 430 Teiler auf dem zweiten Platz und sicherte sich somit den Titel der ersten Prinzessin. Unter großem Beifall wurde Anita Herrel als Schützenkönigin begrüßt. Ihr reichte am Ende ein 366 Teiler, um das Schießen um die Krone für sich zu entscheiden. Sie trägt nach ihrem Debüt im Jahre 1986, nach nun fast einunddreißig Jahren, erneut den Titel der Schützenkönigin. Bis zu diesem Moment konnte somit keiner der scheidenden Hoheiten, Jugendkönig Marco Falk und Schützenkönigin Luise Faller, ihren Titel verteidigen. Bei der Schützenklasse deutete sich im Kampf um den Königstitel jedoch eine kleine Sensation ab.

Fabian Wittenberg, unser Stammschütze der ersten Luftgewehrmannschaft, wurde mit einem 121 Teiler zweiter Ritter. Mit nur 37 Teilern Unterschied platzierte sich Walter Friedmann  mit einem sehr guten 84 Teiler auf Rang zwei und wurde mit dem Titel des ersten Ritters belohnt. Fast hätte Walter mit der Schützenkönigin Anita Herrel gleichziehen können. Wie auch sie, war Walter im Jahre 1986 das bislang einzige Mal das Oberhaupt der Königsfamilie. Übertroffen wurde Walter jedoch von unserem ehemaligen Jungendschützen und dreimaligen Jugendkönig Marco Falk. Marco wurde, nach dem Wechsel in die Schützenklasse, an diesem Abend mit einem 57 Teiler auf Anhieb Schützenkönig. Ein Blick in die Vereinschronik zeigt, dass Marco mittlerweile der 50. König in dem seit 1924 stattfindenden Königs- und Hubertusschießen geworden ist, Mehrfachnennungen nicht mitgezählt.

Bei dem Schießen um die Hubertusscheibe wurden auch in diesem Jahr wieder überragende Schüsse abgegeben. Wie auch schon im letzten Jahr wurde der sportliche Wettkampf um die Hubertusscheibe auf der neu installierten Luftdruck-Schießsport-Anlage mit elektronischer Trefferanzeige ausgetragen. Die Ergebnisse sprechen für sich und zeigen wieder einmal mehr, wie sehr die Hubertusscheibe umkämpft ist. Keiner der drei besten Treffer hätte am Ende mit bloßem Auge bewertet werden können. Mit einem „perfekten“ Schuss, einem 3 Teiler, ging der Preis an Matthias Löffler. Während der Wettkämpfe um die Hubertuscheibe vertrat Matthias immer die Meinung, dass vor diesem Wettkampf auf keinen Fall Probeschüsse gemacht werden sollten, da dort oftmals die besten Schüsse landen würden. Und er sollte Recht behalten. Sein allererster Schuss ging voll ins Schwarze. 3 Teiler – das bedeutet, dass sich der Schuss rund drei hundertstel Millimeter neben dem absoluten Zentrum befindet. Dicht auf den Fersen, mit kaum messbaren 2,6 Teilern Unterschied, belegte Benjamin Komm mit einem hervorragenden 5,6 Teiler den zweiten Platz. Den dritten Platz errang Daniel Hechinger mit einem 8,2 Teiler.

Wir gratulieren ganz herzlich allen Gewinnern und wünschen unserem neuen Königspaar für ihre Amtszeit: Alles Gute, viel Erfolg, Gesundheit und gut Schuss!

Im Folgenden die Ergebnisse und Preisträger des Königs-/ und Hubertusschießens vom 20. Januar 2018  in der Übersicht:


» Info zur Teilerwertung :
Die Teilerwertung stellt eine spezielle Wertungsart der Schießscheibe dar. Dabei wird der Teiler des besten Schusses gewertet. Der Teiler gibt den Abstand des Schusses in hundertstel Millimetern von der Mitte der beschossenen Scheibe an. Dieser Wert wurde maschinell mit einer sogenannten Auswertemaschine, ein Scanner mit einer speziellen Software bzw. ursprünglich einer mechanischen Teilermessmaschine, gewertet. Der ideale Schuss wird dabei als Nullteiler bezeichnet.